Leistungsbeschreibung Fleetboard Portal

Version 1.1

2022-04-22

1 Allgemeiner Teil

1.1 Einleitung

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, in diesem Dokument finde Sie die wesentlichen Funktionen und Leistungen des Produkts Fleetboard der Daimler Truck AG. Dies dient zu Ihrer Information und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die Dienste und Services einer permanenten Weiterentwicklung unterliegen. Die Anzeigen im Fahrzeug-Dashboard sind in jedem Fall zu beachten und gelten vorrangig vor allen Anzeigen im Rahmen von Fleetboard insbesondere im neuen Fleetboard Portal.

1.2 Die Fleetboard-Dienste

Die von der Daimler Truck AG angebotenen Fleetboard Dienste sind eine Kombination aus einer (oder mehrerer) Hardware-Komponenten im Fahrzeug (die Fahrzeug-, Tour- und Positionsdaten sammeln und über Mobilfunknetze übertragen bzw. Daten empfangen können) und aus Services, die diese Daten über https://my.fleetboard.com zur Verfügung stellen. Über den CAN-Bus im Fahrzeug wird auf die Fahrzeugelektronik des LKW zugegriffen und anschliessend werden Fahrzeug-, Fahr- und Auftragsdaten via Mobilfunk an die Server übermittelt. Von dort aus werden alle wichtigen Flotteninformationen passwortgeschützt über das Internet zur Verfügung gestellt. Der Kunde meldet sich mit seinen persönlichen Zugangsdaten in seiner gebuchten Produktgruppe an und hat Zugriff auf die gesammelten Daten.

Das Fleetboard Diensteportfolio ist für Fahrzeuge mit konventionellem Dieselantrieb oder batterie-elektrischem Antrieb ausgelegt. Genauere Informationen können Sie den Dienstebeschreibungen entnehmen.

Nach Einbau der Hardware können aus einem breiten Diensteangebot Einzeldienste je nach Bedarf des Transportunternehmens ausgewählt und gebucht werden. Eine Beschreibung der Einzeldienste finden Sie im Besonderen Teil (Kapitel 2).

1.3 Fleetboard Portal


Beim Fleetboard Portal handelt sich um eine webbasierte Application, welche unter https://my.fleetboard.com erreichbar ist. Es werden Informationen und Daten auf unterschiedliche Weise dargestellt. Größere Datenmengen können in einer  Listenansicht  übersichtlich und transparent dargestellt werden. Für eine tiefere Analyse können zusätzliche Informationen zu einem Datensatz über  Detailansichten  angezeigt werden. Zusätzlich steht die Ansicht des Sidepanels zur Verfügung. In diesem werden auch aktuelle Daten aus unterschiedlichen Diensten angezeigt. 

Bei der Erfassung von Stammdaten ist die Zuweisung von Gruppen (z.B. Assetgruppe, Fahrergruppe, Geogruppe etc.) und die Zuweisung von Nutzern zu Gruppen (z.B. Fahrer zu einer Fahrergruppe) essentiell. So können entweder einzelne Datensätze zu einer Gruppe zugeordnet werden (z.B. Zuordnung eines Fahrers direkt zu einer Fahrergruppe) oder aber gleich mehrere Datensätze zu einer Gruppe zusammengefasst werden (z.B. Mehrfachauswahl von Fahrern und Zuweisung zu einer Fahrergruppe).

Zusätzlich stehen diensteübergreifende Funktionalitäten zur Verfügung, wie zum Beispiel

Suchfunktionen für die Volltextsuche in Listenansichten

Exportfunktion für angezeigte Inhalte einer Listenansicht in einer CSV-Datei, Excel Format oder als PDF

Datumsauswahl und Auswahl von Uhrzeiten sowie Zeiträumen

Datumsfilter und Zeitraumfilter zur Einschränkung von relevanten Datensätzen in der Listenansicht

Filterfunktion über unterschiedliche Parameter in der Listenansicht

1.4 Registrierung und Rechte & Rollen

1.4.1 Tenant und Flottenlogik

Im neuen Fleetboard Portal steht eine neue logische Ebene, der sogenannter „Tenant“ („deutsch: Mandant“) zur Verfügung. Einem Tenant können Fahrzeuge aus unterschiedlicher Flotten zugeordnet werden. Für den Tenant werden zusätzliche Informationen wie zum Beispiel eine Tenant Bezeichnung, eine Adresse und der Tenant Owner erfasst. Diese Informationen werden nur im Fleetboard Portal angezeigt und haben keine Auswirkung auf andere Systeme oder Prozesse, wie zum Beispiel Vertrag oder Abrechnung. Die vollständige Administration, User-Rechte und Rollenverwaltung erfolgt im Tenant durch den Tenant Owner.

Grafik 1

1.4.2 Erstmaliges Registrieren und Einladungsmanagement

Jeder User des Fleetboard Portals benötigt zur Registrierung eine eigene E-Mail Adresse.

Der Tenant Owner erhält initial von seinem Vertragspartner per E-Mail eine Einladung zu seinem Tenant. Mit der Annahme der Einladung hat er die Möglichkeit sich einmalig im Portal zu registrieren und erhält alle Rechte innerhalb des Tenants. Er trägt die Verantwortung für die weitere Rechte -und Rollenvergabe alle User innerhalb seines Tenants.

Nach dem erstmaligen Login kann der Tenant Owner sein Nutzerprofil anlegen.

Initial sind dem Tenant noch keine Flotte(n) oder Fahrzeuge zugeordnet. Nach dem ersten Login kann der Tenant Owner dem Tenant eine oder mehre Flotten mit allen Fahrzeugen zuordnen. Nach der Zuordnung können diese Flotte(n) administriert und verwaltet werden. Dabei kann er bei Bedarf neue Rollen mit individuellen Rechten erstellen oder Rollenvorlagen verwenden.

Damit weitere Nutzer Zugriff auf die Daten innerhalb des neuen Fleetboard Portals erhalten, müssen diese vom Tenant Owner eingeladen werden. Hierfür erfasst der Tenant Owner innerhalb der Administration im Fleetboard Portal neben dem Namen, der Sprache und der Rolle die E-Mail-Adresse seines einzuladenden Nutzers. Die Einladung wird dem neuen Nutzer dann per E-Mail zugesendet. Der Einladende definiert wie lange der Nutzer das Recht erhält die Rolle mit den entsprechenden Rechte zu nutzen. Aus der Einladung geht hervor wer den Nutzer eingeladen hat und in welchen Tenant er eingeladen wurde. Über einen Link in der Einladung muss sich der Nutzer ebenfalls zuerst einmalig registrieren, sich im Fleetboard Portal anmelden und kann dort sein Nutzerprofil pflegen. Anschließend kann er im Rahmen seiner zugewiesenen Rolle und den dazugehörigen Rechten das Fleetboard Portal nutzen.

1.4.3 Rechte & Rollen

Tenant Owner: 

Er trägt die Verantwortung für die weitere Rechtevergabe innerhalb seines Tenants mitsamt der zugeordnetet Flotte(n) und hat Zugriff auf alle vorhanden Funktionalitäten und die vollumfängliche Administration. Diese Rolle kann nicht bearbeitet oder gelöscht werden. Alle anderen Rollen sind Rollenvorlagen. Sie können kopiert, neu anlegt, bearbeitet und gelöscht werden.

Weitere Rollen:

Alle Rollen und die zugewiesenen Rechte, außer der Rolle Tenant Owner, können durch die Tenant Owner frei definiert werden. Zur einfacheren Administration stehen hilfreiche Vorlagen zur Verfügung. Diesen Vorlagen sind feste Rechte zugewiesen und können nicht bearbeitet werden. Vorlagen können aber kopiert und als Kopie bearbeitet werden.

Administration des Nutzerprofils: Land und sonstige Einstellungen

In der Administration können im Nutzerprofil weitere Parameter administriert werden wie z.B. Land und Einheiten. Die Werte gelten dann als Standardwerte für den Nutzer für alle Tenants und den zugeordneten Flottendaten auf die der Nutzer berechtigt ist. Jeder Nutzer kann seine Nutzerverwaltung individuell anpassen. Werden keine Einstellungen im Nutzerprofil vorgenommen gelten die Einstellungen im jeweiligen Tenant.

1.5 Notification Center

1.5.1 Produktbeschreibung:

Im Portal gibt es ein Notification Center. Auslöser einer Meldung (Notification) kann sowohl ein Fahrer als auch ein Fahrzeug sein. Das Notification Center differenziert zwischen unterschiedlichen Arten sowie Typen von Meldungen und Kommunikationswegen (z.B. Anzeige eingehender Meldungen im Notification Center). Meldungen enthalten eine Kurzbeschreibung auf Basis von standardisierten Meldungstexten und eine Zeit. Jeder Nutzer kann für die Tenants, in denen er aktiv ist, die Meldungen einzeln konfigurieren und generell ein- und ausschalten. Folgende Kommunikationswege sind möglich:

1.6 Dashboard & Widgets

1.6.1 Produktbeschreibung:

Das Dashboard ermöglicht dem Nutzer einen schnellen Zugriff auf relevante Daten in einer kompakten Übersicht. Die angezeigten Widgets können durch den Nutzer selbst für ein individuelles Dashboard ausgewählt werden.

Die Widgets können als Fußnote auch vordefinierte Quicklinks enthalten, die es ermöglichen auf die jeweiligen Dienste und Funktionen der Einzeldienste abzuspringen.

Widgets können durch den Nutzer selbst entfernt werden. Daneben kann das Dashboard zurückgesetzt, hinzugefügt oder verschoben werden.

1.7 Fahrzeuge und Fahrzeugaustattung

1.7.1 Fahrzeuge

Folgende Fahrzeuge mit einem unterstützen Fahrzeugrechner (siehe Fahrzeugausstattung) sind für das Fleetboard Portal freigegeben:

LKW der Daimler Truck AG:

Marke

Name

Baujahr

Mercedes-Benz 

eActros

ab Baujahr 10/2021

Mercedes-Benz 

Actros 5

ab Baujahr 04/2019

Mercedes-Benz 

Arocs 5 

ab Baujahr 04/2019

Mercedes-Benz 

Atego 2

ab Baujahr 11/2012

Mercedes-Benz 

New Antos 4

ab Baujahr 08/2012

Mercedes-Benz 

New Arocs 4

ab Baujahr 10/2011

Mercedes-Benz 

New Actros 4

ab Baujahr 10/2011

Mercedes-Benz 

Actros 3 (BM 930-934)

ab Baujahr 2008

LKW anderer Hersteller:

LKW mit Dieselantrieb und FMS-Schnittstelle bis Version 3.0 (eingeschränkter Funktionsumfang bei Fahrzeugen mit FMS-Datenbasis)

Hinweis: LKW anderer Hersteller mit 100% batterieelektrischem Antrieb werden aktuell nicht unterstützt (Ausnahme siehe Charge Management)

1.7.2 Fahrzeugausstattung

Folgende Fahrzeugrechner sind für das Fleetboard Portal freigegeben:

Truck Data Center 7

Truck Data Center 7 (FB Card)

Truck Data Center 6 (FB Card)

Truck Data Center 6

Eine Übersicht über die Lebenszyklen der verschiedenen Hardwarekomponenten finden Sie unter https://www.fleetboard.de/kontakt/faqs/#/ im Bereich Lebenszyklus.

Einige der Fleetboard Einzeldienste haben zusätzliche Hardwarevoraussetzung (siehe Besonderen Teil, Kapitel 2).

1.8 Allgemeine Systemvoraussetzungen:

Prozessor mit mindestens 2 GHz Taktfrequenz

Mindestens 8 GB Hauptspeicher (RAM)

Mindestbildschirmauflösung 1080p (Full HD)

Empfohlene Browser:  Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge in der aktuellen Version

Für die Nutzung der Karte (Mapping) wird eine dedizierte Grafikkarte empfohlen

Eine mobile Nutzung kann funktionieren, wird aber grundsätzlich erst einmal nicht direkt unterstützt.

1.9 Flottenzuweisung und Fahrzeugaktivierung

1.9.1 Fahrzeuge aktivieren und deaktivieren

In jedem Fahrzeug der Flotte werden diejenigen Dienste aktiviert, die für die Flotte gebucht wurden, soweit die technischen Voraussetzungen im Fahrzeug vorliegen. 

Ab Aktivierung eines Fahrzeugs fallen die monatlichen Dienstegebühren für die aktivierten Dienste an. Der Kunde muss zur Aktivierung die erforderlichen Pflichtangaben in einem Onlineformular übermitteln (z.B. FIN, Kontaktdaten). Bei erfolgreicher Aktivierung/Deaktivierung bzw. bei Rückfragen nehmen wir per Telefon/E-Mail Kontakt zum angegebenen Ansprechpartner auf.

1.9.2 Fahrzeuge einer Flotte zuweisen und entfernen

Um ein Fahrzeug einer Flotte zuzuweisen oder es aus einer Flotte zu entfernen muss das Fahrzeug in der Flotte aktiviert/deaktiviert werden. Sobald das Fahrzeug aktiviert wurde ist es in der Flotte sichtbar und sendet Daten. Sobald das Fahrzeug deaktiviert wurde sendet es keine Daten mehr. Der Kunde kann einstellen, ob das deaktivierte Fahrzeug weiterhin sichtbar in der Flotte aufgeführt wird oder ausgeblendet wird. Ein Fahrzeug kann nur in einer Flotte aktiv sein. Eine Änderung/Aufnahme in eine andere Flotte kann über den Support veranlasst werden.

2
Besonderer Teil

2.1 Migrationsbedingungen

2.1.1 Lifecycle Management

Mit der Migration in das neue Fleetboard Portal können die Bestandsdienste einen geringfügig abweichenden Funktionsumfang haben. Folgende Dienste stehen zukünftig nicht mehr zur Verfügung

Fleetboard Trailer ID

Fleetboard Trailer Data

Fleetboard Messaging

Fleetboard Disposition (Das Folgeprodukt HABBL wird zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls im Fleetboard Portal zur Verfügung stehen)

Fleetboard Uptime (Mercedes-Benz Uptime wird im Fleetboard zur Verfügung stehen)

2.1.2 Geplante Weiterentwicklung im neuen Fleetboard Portal

Folgende Dienste, Funktionen werden zu einem späteren Zeitpunkt im neuen Fleetboard Portal zur Verfügung stehen

Dienste:

Fleetboard Zeiterfassung

Fleetboard Fahrerkartendownload

Fleetboard Massenspeicherdownload

Fleetboard Reports

Fleetboard Mapping und Track & Trace (für Fahrzeuge mit Dieselantrieb)

Fleetboard Fahrtenaufzeichnung

o Fahrtenbuch (für Fahrzeuge mit 100% batterieelektrischer Antrieb und Dieselantrieb)

o Fahrtendiagramm (für Fahrzeuge mit Dieselantrieb)

Funktionen:Anzeige von Fahrzeugen der CharterWay 

Schnittstellen / APIs

Fleeboard DriverCard

Messages: Home & Event Call, Einbruch-Diebstahl-Warnanlage

2.1.3 Geplante Weiterentwicklung der Fleetboard Apps

Folgende Fleetboard Apps werden für Flotten die im neuen Fleetboard Portal sichtbar sind erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen

Fleetboard Driver App

Fleetboard Fleet App

2.2 Fleetboard Einsatzanalyse

2.2.1 Produktbeschreibung:

Der Dienst Einsatzanalyse befindet sich im Fleetboard Portal in der Application Analytics und bietet dem Nutzer eine Bewertung des Fahrzeugs und des Fahrers (Bewertungsgegenstände). Die Bewertung basiert auf Fahrzeugdaten, die über den Fahrzeugrechner im Fahrzeug gesammelt wurden.

Die Einsatzanalyse liefert dem Nutzer z.B. folgende Informationen: Name des Fahrers, Bewertungszeitraum, Beginn und Ende der ausgewerteten Tour, Fahrstil, Schwierigkeitsgrad (der sich aus der durchschnittlichen Steigung, dem durchschnittlichen Gewicht des Fahrzeugs und der Anzahl der Stopps ergibt), Gesamtentfernung, Durchschnittsgeschwindigkeit, durchschnittlicher Gesamtkraftstoffverbrauch, durchschnittlicher Verbrauch, CO 2 -Emission (Berechnung beruht auf normalem Diesel-Kraftstoff), Fahrzeugidentifikationsnummer und Fahrernummer.

Alle Informationen können vom Nutzer durch eine vordefinierte Perioden- oder Tourenanalyse eingesehen werden. Der Fahrstil des Fahrers wird in einer Skala von 1 bis 10 (Noten) analysiert und bewertet. Note 1,0-3,9 bedeutet „schlechtes Ergebnis“, Note 4,0-7,9 bedeutet „durchschnittliches Ergebnis“ und Note 8,0-10,0 bedeutet „gutes Ergebnis“. Die Bewertung basiert auf einer Analyse des Fahrstils hinsichtlich des Verbrauchs (durchschnittlicher und gesamter Kraftstoffverbrauch, durchschnittlicher und gesamter Fahrverbrauch, Leerlaufkraftstoffverbrauch, durchschnittlicher und gesamter CO 2 -Ausstoß) sowie der Verwendung von Bremsen, z.B. vorausschauender Fahrstil, Pedalbewegung, Geschwindigkeit, Stopps und Verzögerung. Die Analyse enthält außerdem folgende Merkmale: Gesamtentfernung, Anzahl der Stopps, Anzahl der Kickdowns, Bremsweg, Bewegungs- und Stoppzeit, Ausrollweg, Rollweg, EcoRoll-aktivierter Abstand, Standardmodus, Entfernung und Reisestrecke. Die Daten werden vom Fahrzeug an Server übertragen (z.B. wenn die DTCO-Fahrerkarte bzw. FB-Fahrerkarte entfernt wird bzw., falls keine dieser Karten verwendet wird, täglich um 00:00 Uhr).

2.2.2 Dienstespezifische Hardwarevoraussetzung:

Fahreridentifizierung mit der DTCO- oder Fleetboard Fahrerkarte:

Die eindeutige Identifizierung des Fahrers kann entweder über die DTCO Fahrerkarte bzw. die FB-Fahrerkarte erfolgen. In beiden Fällen muss in der Administration die Karten ID dem Fahrernamen zugeordnet werden. Beim Fahrzeugwechsel nimmt der Fahrer die Fahrerkarte mit in das neue Fahrzeug und muss sich mit der Karte dort erneut identifizieren. Wenn in den Fahrzeugen kein digitaler Tachograph verwendet wird kann für jeden Fahrer eine FB-Fahrerkarte eingesetzt werden. Diese kann bei den MB Vertragswerkstätten erworben werden. Die Fahrerkarten sind nummeriert. Sie bieten somit die Möglichkeit jeden Fahrer eindeutig zu identifizieren, und die Fleetboard-Dienste optimal zu nutzen. Um eine eindeutige Identifizierung sicherzustellen, kann eine FB-Fahrerkarte nur einem einzigen Fahrer zugeordnet werden. Nachdem die bestehende Zuordnung zum Fahrer entfernt worden ist, kann die Karte auch einem anderen Fahrer neu zugeordnet werden. Die Identifizierung kann durch den Fahrer auf zwei unterschiedliche Weisen erfolgen: Entweder durch das Stecken der Karte in den Fahrzeugrechner bzw. indem die Karte in die Near-Field-Communication (NFC)-Aufnahmeschalegelegt werden.

Die FB-Fahrerkarte dient ausschließlich der Identifikation des Fahrers sowie zur fahrerbezogenen Auswertung von Tourdaten. Sie stellt keine Fahrerkarte im Sinne des digitalen Tachographen dar.

Unterstützte Antriebsarten

Dieselantrieb

Dienstespezifische Fahrzeugausstattung

Mercedes-Benz LKW: keine

LKW anderer Hersteller: FMS-Schnittstelle bis Version 3.0 (eingeschränkter Funktionsumfang bei Fahrzeugen mit FMS-Datenbasis)

2.3 Fleetboard Fahrtenaufzeichnung

2.3.1 Produktbeschreibung:

Der Dienst Fahrtenaufzeichnung befindet sich im Fleetboard Portal in der Application Logbook bietet Informationen über die Details einer Tour. Der Dienst stellt folgende Daten zur Verfügung: Startzeit und Dauer einer Fahrt, Fahr- und Ruhezeit, Zeitpunkt der Betätigung der Zündung, Zeit in der der Motor aktiviert wurde und Dauer des aktiven Motors. Die Ereignisse werden dem Nutzer in einem Fahrtenbuch (tabellarische Form) und einem Fahrtendiagramm dargestellt.

Fahrtendiagramm:
Neben dem Fahrtenbuch in tabellarischer Form hat der Nutzer die Möglichkeit sich eine Diagrammansicht für alle Touren der Fahrzeugflotte anzeigen zu lassen. Für die Darstellung wird ein bestimmtes Fahrzeug oder eine Fahrzeuggruppe ausgewählt und ein Betrachtungszeitraum eingestellt, z.B. der aktuelle Tag, Vortag oder ein individueller Zeitraum. Um das Diagramm auf relevante Informationen einzugrenzen steht eine umfangreiche Such- und Filterfunktionalität zur Verfügung. Für den ausgewählten Bereich werden Diagramme mit verschiedenen Informationen angezeigt, diese können darüber hinaus auf der Karte dargestellt werden:

Fahrt & Stand

Tour

Zündung

Motor

sowie weitere Diagramme und Aktivtäten (abhängig von der Antriebsart)

2.3.2 Dienstespezifische Hardware Voraussetzung:

Unterstützte Antriebsarten

100% batterieelektrischer Antrieb

Dienstespezifische Fahrzeugausstattung

Mercedes-Benz LKW: keine

2.4 Fleetboard Mapping und Track & Trace:

2.4.1 Produktbeschreibung:

Der Dienst Mapping befindet sich im Fleetboard Portal in der Application Map. Hier werden dem Nutzer, typischerweise Disponenten oder Fuhrparkleiter, Daten zur Ortung von Fahrzeugflotten aus den verschiedenen Fleetboard-Diensten auf einer digitalen, geographischen Karte angezeigt. Hierzu gehören insbesondere ortsbezogene Informationen über den Status und Aufenthaltsort von Fahrzeugen, Fahrern, Touren und Sendungen. Gleichzeitig können kartenrelevante Informationen wie Verkehrsinformationen, POIs (Point of Interest), Mercedes-Benz Service Werkstätten oder kundenspezifische Standorte und selbst angelegte Gebiete im Mapping für verschiedenste Zwecke genutzt werden. Neben den kunden-, fahrzeug- und flottenrelevanten Informationen werden im Mapping abhängig von der Auswahl des Nutzers, allgemeine Karteninformationen wie zum Beispiel Verkehrsinformationen angezeigt. Zur Handhabung der Karte werden neben der üblichen Zoom- und Verschieben-Funktion diverse Filtermöglichkeiten angeboten.

Informationen über Fahrten und Fahrzeuge und deren Voraussetzungen

In welchem Intervall Ihre Fahrzeuge Positionsdaten an das Portal senden, hängt davon ab ob der Dienst Track & Trace für eine schnellere Ortung gebucht ist. Mit der Mapping Standardortung, d.h. ohne Track & Trace, werden alle 3 Minuten Positionen des Fahrzeugs aufgezeichnet, nach 30 Minuten wird dann ein Paket mit 10 Positionen an das Portal gesendet. Ist der Dienst Track & Trace gebucht, entscheidet der im Truck verbaute Fahrzeugrechner und das Land in dem sich Ihr Unternehmen befindet, mit welchem verkürzten Ortungsintervall Ihre Fahrzeuge senden. Mit dem neuen Truck Data Center kommen sie in den meisten Ländern der europäischen Union* in den Genuss des neuen und verbesserten Ortungsintervalls, mit welchem alle 30 Sekunden eine Position direkt an das Fleetboard Portal gesendet wird. Haben sie einen älteren Fahrzeugrechner als das Truck Data Center in Ihrem Fahrzeug verbaut, beispielsweise einen Fleetboard Fahrzeugrechner, wird mit dem Dienst Track & Trace alle 30 Sekunden eine Position des Fahrzeugs aufgezeichnet, nach 10 Minuten wird dann ein Paket mit 20 Positionen an das Portal gesendet. Dieses Ortungsintervall trifft auch bei Buchung des Dienstes Track & Trace zu, wenn sie den Dienst in einem Land nutzen, in dem die 30 Sekunden Ortung nicht verfügbar ist (siehe unten). Das gilt unabhängig des verbauten Fahrzeugrechners für alle Fahrzeuge der Flotte. Hinweis: Abweichende Ortungsintervalle können in Ausnahmefällen durch ein marktspezifisches Angebot in vereinzelten Ländern entstehen.

* In den folgenden Märkten erhalten Fahrzeuge die mit einem Truck Data Center ausgestattet sind das neue 30 Sekunden Ortungsintervall ohne zusätzliche Kosten: Deutschland, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Isle of Man, Italien, Kanalinseln, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Nordirland, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstadt, Zypern.

Durch die gebuchten Dienste Mapping und Track & Trace können demnach die Fahrzeuge mit allen zughörigen Positionsdaten im Mapping verfolgt werden. Zudem hat der Anwender im Mapping die Möglichkeit per Schnellauswahl die letzten Touren der Fahrzeuge zu verfolgen und sieht dazu alle zugehörigen Ereignisse der Touren. Über die vorhandenen Filter können die gewünschten Ereignisse ausgewählt werden (abhängig von weiteren gebuchten Fleetboard Diensten wie Zeiterfassung oder Mercedes-Benz Uptime). Sind über die letzten 48 Stunden hinaus weitere Analysen der Spurverfolgung durch den Anwender gewünscht, so kann der Anwender die historischen Positionen der letzten 12 Monate im Fleetboard Portal in der Application Logbook im Fahrtenbuch, mit allen zugehörigen Fahrtereignissen, untersuchen.

Mapping Funktionen

Im Mapping werden Adressen und Routen über Eingabe der Start- und Zieladresse berechnet um eine Wegeliste mit Informationen zur Entfernung und Routenanweisungen abzurufen und die Route in der Karte anzuzeigen. Darüber hinaus sind weitergehende Informationen zur Route, wie Nutzfahrzeugbeschränkungen oder Mautkosten berechenbar, die den Anwender befähigen die optimale Route auszuwählen. Zum Zweck der vollindividuellen Routenplanung werden im Mapping weitere Funktionen zur Reichweitendarstellung angeboten. Neben der üblichen Reichweitendarstellung pro geplanter Tour in km, können durch den Dienst Zeiterfassung auch Daten zur Restlenkzeit einbezogen werden. Es wird auch eine Reichweitendarstellung für vollelektrische Fahrzeuge in der Karte angeboten. Die Funktion  Fahrzeuge in der Nähe  sucht ausgehend vom gewählten Zielpunkt in der Karte bzw. von der gewählten Zieladresse Fahrzeuge, die sich auf Strecken in der Nähe befinden. Ausgehend von einem Fahrzeug kann der Anwender über die Funktion  Isoline Routing  prüfen wie es um die Reichweite seiner Fahrzeuge steht, um beispielsweise das ideale Fahrzeug für ein bestimmtes Ziel wählen zu können.

Neben üblichen POIs (Point of Interest) wie der nächsten größeren Stadt oder der nächsten Mercedes-Benz Werkstatt, haben Anwender die Möglichkeit selbst POIs als Adresse für eine Flotte anzulegen um sie in der Karte zu verwenden und beispielsweise die Entfernung von verschieden Fahrzeugen zu einem bestimmten POI zu vergleichen. Zudem können individuell Gebiete festgelegt werden die der Anwender beobachten möchte. So kann auf Wunsch beispielsweise eine Meldung erzeugt werden sobald ein Fahrzeug eine Gebietsgrenze passiert. Dabei wird zwischen Ein -und Austritt des Fahrzeugs unterschieden.

2.4.2 Dienstespezifische Hardware Voraussetzung:

Unterstützte Antriebsarten

100% batterieelektrischer Antrieb

Dienstespezifische Fahrzeugausstattung

Mercedes-Benz LKW: keine

o Für die 30 Sekunden Ortung (sofern im Land verfügbar): Truck Data Center

2.4.3 Allgemeine dienstespezifische Voraussetzungen

Fleetboard Fahrzeugrechner: Aktualisierung auf den aktuellen Softwarestand

GPS Signal über adäquaten Satellitenempfang gewährleistet (mindestens 3 Satelliten)

Mobilfunkversorgung über den 4G Standard

2.5 Fleetboard Service

2.5.1 Produktbeschreibung:

Fleetboard Service ist ein digitales Tool für den Nutzer und Flotteneigner rund um das Thema Fahrzeugwartung. Mit dem Dienst Fleetboard Service behält der Nutzer von der anstehenden Wartung bis zur durchgeführten Wartung stets den Überblick über den Zustand seiner Flottenfahrzeuge.

Ein Blick auf die Sektion Uptime liefert sofort einen Überblick über den Wartungszustand der Flotte. Bei welchen Fahrzeugen meiner Flotte steht demnächst eine Wartung an oder sind sogar schon Wartungen überfällig? Bei näherer Untersuchung des einzelnen Flottenfahrzeugs im Fleetboard Portalsieht der Nutzer alle anstehenden Wartungstypen auf einen Blick. Die Daten kommen direkt aus dem Wartungsrechner des Fahrzeugs. So bekommt der Nutzer digitale Unterstützung, die notwendigen Wartungstermine über die gesamte Flotte hinweg effizient zu planen. Folgende Daten werden dem Nutzer zur Unterstützung der Wartungsplanung angezeigt: Fahrzeug, Kilometerstand, Dringlichkeit und Art der Wartung, Tage, Betriebsstunden und Kilometer bis zur oder seit der Fälligkeit der nächsten Wartung sowie das errechnete Datum der Wartungsarbeit. Ist eine Wartung über das Fahrzeug nicht verfügbar, und Sie als Flotteneigner möchten diese trotzdem gerne durchführen lassen, so haben Sie über die manuelle Wartungsplanung die Möglichkeit völlig beliebige Wartungsarten anzulegen, das gewünschte Wartungsintervall festzulegen und sie einem oder mehreren Fahrzeugen der Flotte zuzuordnen. Typische Beispiele für manuelle Wartungen sind die TÜV Prüfung, das Reinigen des Fahrerhauses oder sonstige technische Prüfungen des Fahrzeugzustandes. Bremsen, Reifendrücke, Flüssigkeitsfüllstände und sonstige Verschleißdaten kann der Nutzer optional in Form von manuellen Wartungen anlegen. Weicht beispielsweise der Ölstand oder der Reifendruck vom Soll ab wird dies im Fleetboard Portal angezeigt. So kann der Nutzer alle Arbeiten in einem Wartungstermin zusammenlegen, ohne beim Fahrer den Fahrzeugzustand erfragen zu müssen. Darüber hinaus bietet der Dienst detaillierte Informationen zum Wartungsverlauf des Fahrzeugs. So kann stets überprüft werden zu welchem Zeitpunkt und Zustand welche Wartung durchgeführt worden ist. Bei Bedarf können auch zusätzliche Informationen zur durchgeführten Wartung manuell eingetragen werden. Innerhalb der historischen Wartungsübersicht ist die Export und Drucken Funktion hilfreich, um eine Art detailliertes Scheckheft in den eigenen Unterlagen abzulegen.

2.5.2 Dienstespezifische Hardwarevoraussetzung:

Unterstützte Antriebsarten

Dieselantrieb

Dienstespezifische Fahrzeugausstattung

Mercedes-Benz LKW: keine

LKW anderer Hersteller: FMS-Schnittstelle bis Version 3.0 (Eingeschränkter Funktionsumfang bei Fahrzeugen mit FMS-Datenbasis)

2.6 Fleetboard Charge Management

2.6.1 Produktbeschreibung

Der Dienst Charge Management ermöglicht die Erfassung der Nutzungsdaten und Zustände von Hochvolt-Ladestationen, die Übermittlung von Kontrollbefehlen an diese Stationen, sowie die Planung und Autorisierung von Ladeaktivitäten mit Fahrzeugen.

Das Nutzungsverhalten der Ladestationen wird vom Dienst analysiert und in Form von Kennzahlen und Grafiken dargestellt. Kundenrelevante Betriebszustände der Ladestationen, Ereignisse während der Nutzung und Interaktionen mit Fahrzeugen werden erfasst und vom Dienst in grafischer und tabellarischer Form dargestellt. Mit der Ladestation verbundene Fahrzeuge können identifiziert und das Aufladen erlaubt bzw. untersagt werden.

Auf diese Weise kann der Nutzer des Dienstes Anwendungsfehler, Nutzungsprobleme oder missbräuchliche Nutzung frühzeitig erkennen und wirkungsvoll gegensteuern. Der Nutzer kann zudem durch Senden von Befehlen mit Ladestationen interagieren, um z.B. Ladevorgänge fernzusteuern oder Ladestationen stillzulegen bzw. wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Funktionsweise der Ladestationen kann darüber hinaus durch Nutzereinstellungen beeinflusst werden, um z.B. deren Leistungsabgabe auf einen bestimmten Wert zu begrenzen.

Relevante Fahrzeugeinstellungen zu Ladeverhalten, Ladezeiten und Vorkonditionierung der elektrischen Fahrzeugsysteme werden aus Fahrzeugen mit batterieelektrischem Antrieb des Herstellers Daimler Truck AG übertragen und können zum Teil von außerhalb des Fahrzeugs durch den Nutzer auf das gewünschte Verhalten angepasst werden.

Die Übertragung der von der Ladestation gesammelten Nutzungsdaten geschieht in regelmäßigen zeitlichen Intervallen und bei Eintritt bestimmter Ereignisse, wie z.B. dem Start oder Ende eines Ladevorgangs.

2.6.2 Dienstespezifische Hardwarevoraussetzung

Hochvolt-Ladestation

Die Nutzung des Dienstes Charge Management kann mit Hochvolt-Ladestationen der Hersteller Siemens oder ENGIE/EV-Box erfolgen. Ladestationen weiterer Anbieter können gegebenenfalls genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist eine vorherige technische Bewertung durch die Daimler Truck AG.

Der Dienst unterstützt jeden Lkw mit batterieelektrischem Antrieb, sofern er mit einer der zugelassenen Ladestationen verbunden und aufgeladen werden kann.

In Verbindung mit Fahrzeugen mit batterieelektrischem Antrieb des Herstellers Daimler Truck AG kann der größtmögliche Funktionsumfang genutzt werden. Mit Fahrzeugen anderer Hersteller ist der Funktionsumfang eingeschränkt.

Unterstützte Antriebsarten

100% batterieelektrischer Antrieb

Dienstespezifische Fahrzeugausstattung

Mercedes-Benz LKW: keine

LKW anderer Hersteller: Mit Fahrzeugen anderer Hersteller ist der Funktionsumfang eingeschränkt.